Marco Luzzani/Getty Images
Am Dienstagabend fällt die Entscheidung. Im Stadion Bilino Polje in Zenica (20:45 Uhr/DAZN) kämpfen Italien und Bosnien-Herzegowina um den direkten Einzug zur WM 2026 und der Druck könnte kaum ungleicher verteilt sein.
Noch vor dem Anpfiff lieferte Federico Dimarco unfreiwillig den Gesprächsstoff der Woche. Ein Video, das den Inter-Mailand-Profi jubelnd beim Finaleinzug Bosnien-Herzegowinas zeigt, sorgte in Italien und um Italien für heftige Diskussionen und für den Vorwurf der Arroganz. Sein Statement im Anschluss war aber klar und direkt: „Man hat mich arrogant genannt – aber wie könnte ich das sein? Mit welchem Recht, wo wir seit zwölf Jahren nicht bei einer WM dabei waren?“
Eine Aussage, die sitzt. Denn genau das ist Italiens Problem: Der viermalige Weltmeister hat zuletzt wenig vorzuweisen. Zweimal nacheinander verpassten die Azzurri die WM. Ein drittes Mal wäre kaum vorstellbar. Sandro Tonali brachte die Stimmung im Team nach dem Halbfinalsieg gegen Nordirland auf den Punkt: „Wir haben in dieser Woche ein bisschen Monster gesehen.“ Wirklich überzeugend war das 2:0 gegen die Nordiren ohnehin nicht.
Auf der anderen Seite steht einer, der mit 40 Jahren immer noch Abwehren in Angst versetzt: Edin Dzeko. Seit seinem Winterwechsel zum Zweitliga-Tabellenführer FC Schalke 04 hat er in acht Spielen sechsmal getroffen. In der WM-Qualifikation ist der Rekordnationalspieler mit sechs Toren bester bosnischer Torschütze. Darunter der entscheidende Ausgleich in der 86. Minute gegen Wales. „Wir werden definitiv alles geben“, stellte der Kapitän klar.
Dimarco und Dzeko übrigens? Alte Bekannte aus gemeinsamen Inter-Zeiten, die die Sache längst privat geklärt haben. Morgen Abend zählt nur das Ergebnis.
Der Sieger trifft bei der WM 2026 in Gruppe B auf Kanada, Katar und die Schweiz.
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