Spätes Debüt mit 29 für Deutschland bei einer WM: Niclas Füllkrug. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images.
Als „Wiederbelebung der Nummer neun“, pries Weltmeister und Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann (58) Deutschland-Stürmer Niclas Füllkrug, den einzigen Gewinner bei der DFB-Elf bei dieser WM. Dabei wurde der Knipser von Werder Bremen nicht nur zum Torschützen und „Retter“ gegen Spanien, sondern er zog auch in einen exklusiven Klub ein.
Füllkrug wurde mit seinem ersten Einsatz gegen Japan (1:2) mit mehr als 29 Jahren zu einem der deutschen Spieler, die erst spät ihr WM-Debüt gaben.
1986 nahm DFB-Teamchef Franz Anton Beckenbauer (77) neben den angeschlagenen Karl-Heinz Rummenigge und Rudolf Völler auch den für Bayern München spielenden Dieter Hoeneß mit. Der „Schwabenpfeil“, wie der 1,88 m große Stürmer genannt wurde, hatte bis dahin nur 4 Länderspiele gemacht (4 Tore).
Zwischen Hoeneß‘ Comeback unter Beckenbauer am 9. April 1986 gegen die Schweiz und seinem letzten Länderspiel am 26. Mai 1979 in Island lagen 7 Jahre. Bei der WM in Mexiko setzte „Kaiser Franz“ den jüngeren Bruder von Bayern-Manager Uli Hoeneß im Alter von 33 Jahren 2-mal ein, dabei ein Mal im Finale gegen Argentinien (2:3).
Die WM 1986 war offenbar aus deutscher Sicht das Turnier der Oldies. Neben Dieter Hoeneß feierte auch der 32 Jahre alte HSV-Verteidiger Ditmar Jakobs sein WM-Debüt. „Jako“ spielte ab der zweiten Vorrundenpartie gegen Schottland (2:1) durchgehend.
Wie Dieter Hoeneß, so hatte auch Stefan Kuntz (31) vor seinem WM-Debüt 1994 in den USA unter Berti Vogts (75 / „Es waren die besten Spieler dabei, ja“) nur 4 Länderspiele auf der Haben-Seite. Das Lautern-Idol spielte allerdings nur im Achtelfinale gegen Belgien (3:2).
„Also, wenn ich Berti Vogts wäre und die Wahl zwischen Jürgen Klinsmann und Ulf Kirsten hätte, würde ich Olaf Marschall nehmen“, so empfahl FCK-Legende Axel Roos 1998 vor dem WM-Turnier in Frankreich dem Bundestrainer seinen bereits 32 Jahre alten Teamkollegen. Das schien Vogts gehört zu haben. Bundesliga-Torschützenkönig Olaf „Toni“ Marschall vom 1. FC Kaiserslautern reiste mit zur WM, das blamable „Aus“ konnte er bei seinem Kurzeinsatz im Viertelfinale gegen Kroatien (0:3) nicht verhindern…
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