3. Liga

Unterhaching tritt auf die Bremse: Traditionsklub sagt möglichen Drittliga-Aufstieg ab

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Die SpVgg Unterhaching wird auch in der kommenden Saison in der Regionalliga Bayern antreten – trotz sportlich hervorragender Ausgangslage. Der frühere Bundesligist steht aktuell auf Rang zwei und wäre damit für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga qualifiziert, verzichtet jedoch freiwillig auf eine Teilnahme. Der Verein begründet den Schritt mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die einen erneuten Gang in den Profifußball derzeit nicht zulassen.

Finanzielle Vernunft vor sportlichem Risiko

Präsident Manfred Schwabl stellte klar, dass ein Aufstieg nur dann sinnvoll sei, wenn er finanziell stabil zu stemmen ist. Zwar hat Unterhaching die Saison bislang stark gespielt und sich im Spitzenfeld der Regionalliga Bayern etabliert, doch der Umbau des Kaders für einen nachhaltigen Klassenerhalt in Liga drei würde erhebliche Investitionen erfordern. Angesichts begrenzter Mittel wollen die Münchner Vorstädter kein wirtschaftliches Risiko eingehen und setzen stattdessen auf Planungssicherheit.

Sportlich wäre der Weg klar gewesen: Durch den Verzicht des Tabellenführers 1. FC Nürnberg II hätte der zweite Platz zur Relegation gegen den Meister der Regionalliga Nordost berechtigt – derzeit Lok Leipzig. Über diesen Weg gelang Haching bereits 2023 der Aufstieg in die 3. Liga, damals gegen Energie Cottbus.

Würzburger Kickers stehen als Relegationsteilnehmer fest

Profiteur der Unterhachinger Entscheidung sind die Würzburger Kickers. Da neben ihnen nur noch der FC Bayern II und Wacker Burghausen eine Drittliga-Lizenz beantragt haben, ist Würzburg durch den komfortablen Vorsprung in der Tabelle bereits sicher in den Aufstiegsspielen vertreten. Der Titel in der Regionalliga Bayern ist für die Mainfranken nur noch Formsache.

Brisant: Am 9. Mai treffen Unterhaching (67 Punkte) und Würzburg (66) noch direkt aufeinander – ein Duell, das ohne den Unterhachinger Verzicht großes Relegations-Potenzial gehabt hätte. Nun geht es für Haching vor allem darum, die starke Saison sauber zu Ende zu bringen und den Fokus auf einen neuen Anlauf in den kommenden Jahren zu richten.

  • Unterhaching verzichtet trotz Platz zwei freiwillig auf die Drittliga-Relegation.
  • Finanzielle Stabilität hat für den Traditionsklub Vorrang vor einem schnellen Wiederaufstieg.
  • Die Würzburger Kickers stehen dank deutlichem Vorsprung bereits sicher in den Aufstiegsspielen.

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