Bayer 04 Leverkusen

U19-Trainer Hübscher über Bayer-Philosophie: „Ballbesitz darf kein Selbstzweck sein“

Werbung

Hinter Sven Hübscher liegt bereits eine abenteuerliche Trainer-Karriere. Beim FC Schalke 04 war er als U16-Trainer beschäftigt, sowie als Co-Trainer bei der U19, U23 und auch bei den Profis. Nach kurzen Aufenthalten in Bremen (Jugendbereich) und als Chefcoach von Preußen Münster, ist er nun in Leverkusen tätig. Als U19-Übungsleiter formt er die Talente von morgen. Im interview mit den Vereinsmedien sprach er über die Philosophie für die Werkself-Talente.

Nach Profi-Erfahrung folgt die Rückkehr in den Nachwuchs

„Bayer 04 ist ein Klub mit hohen Ansprüchen. Das bedeutet, dass Qualität und Erwartung nicht nur bei den Profis hoch sind, sondern auch im Nachwuchsbereich. Es ist die reizvolle Aufgabe, die ich mir nach den Gesprächen mit Nachwuchsleiter Thomas Eichin vorgestellt habe“, erklärt Hübscher seine Entscheidung für Bayer, nachdem er erstmals als Profi-Cheftrainer in Münster Luft geschnuppert hatte.

Bei Preußen lief es aber alles andere als gut. Nach nur fünf Monaten endete die Zusammenarbeit bereits wieder. Nur drei Spiele konnte er als Cheftrainer gewinnen. Jetzt ist der Fokus ein anderer. Hübscher arbeitet wieder im Nachwuchsbereich. Dort wo er bisher seine meisten Erfahrungen gesammelt hatte.

Für sein neues Projekt hat Hübscher klare Vorstellungen, in welche Richtung die Ausbildung der Talente sich bewegen soll: „Fußball beginnt mit Einsatzbereitschaft, Leistungsbereitschaft, Laufbereitschaft und Lernbereitschaft. Diese Eigenschaften wollen wir tagtäglich im Training und im Spiel sehen. Wir wollen intensiv und zielstrebig spielen. Bayer 04 steht für Ballbesitz-Fußball. Aber der Ballbesitz darf kein Selbstzweck sein, sondern soll zu Toren führen. Wir wollen natürlich kein Harakiri spielen, auch mutig verteidigen. Intensität und Konsequenz sind da die Stichwörter.“

Längere Durststrecke der Talent-Schmiede

Mit den ersten Eindrücken ist er zufrieden. Jetzt geht es an das Formen der Team-DNA: „Die Mannschaft macht einen guten Eindruck. Sportlich, aber auch charakterlich sind die Jungs super. Aber das müssen sie natürlich über einen langen Zeitraum auch bestätigen. Den jüngeren 2004er-Jahrgang haben wir schon früh dazu genommen. Auch sie haben bereits gezeigt, dass sie marschieren wollen, gegen den Ball arbeiten wollen. Die Jungs jagen Ball und Gegner mit einem Lachen im Gesicht“. Die U19 der Werkself hatte in den letzten Jahren immer gute Platzierungen in der regionalen Bundesliga-Staffel erzielt. Der letzte Meistertitel in der West-Staffel liegt aber auch bereits zehn Jahre zurück. Dort scheiterte man allerdings im Halbfinale der Bundesliga-Endrunde an dem VfL Wolfsburg.

Weitere News und Transfergerüchte rund um den deutschen Fußball findest du hier >>

Werbung

Ältere Artikel

Javier Aguirre und Mexikos WM-Lauf: Wenn das Azteca zum zwölften Mann wird

Mexiko erlebt bei der WM 2026 einen Lauf, der weit über reine Ergebnisse hinausgeht. Nach…

1. Juli 2026

Bruno Genesio wird neuer Trainer in Marseille

Olympique Marseille schlägt das nächste Kapitel auf – und setzt dabei auf einen Trainer, der…

1. Juli 2026

Rückkehr auf die Trainerbank: Ivan Juric übernimmt in Monza

AC Monza geht seine Rückkehr in die Serie A mit einem neuen Gesicht an der…

29. Juni 2026

Stephen Eustáquio: Kanadas leiser Taktgeber

Manchmal braucht Fußball keine große Bühne voller Worte, sondern nur einen Moment, einen Ballkontakt –…

29. Juni 2026

Diarra-Fall beendet: FIFA einigt sich auf Vergleich

Ein jahrelanger Rechtsstreit mit potenziell weitreichenden Folgen für das internationale Transfersystem ist vorerst beendet: Die…

8. Juni 2026

Glazer-Familie denkt um: Manchester United vor nächster Eigentümerwende?

Bei Manchester United könnte sich im Hintergrund die nächste große Machtverschiebung anbahnen. Laut einem Bericht…

4. Juni 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.