Borussia Mönchengladbach

Fussballeck-Topspiel am 3. Spieltag: Gladbach will den ersten Sieg gegen Leipzig

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Der 3. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison wird mit einem äußerst attraktiven Topspiel eröffnet. Borussia Mönchengladbach empfängt RB Leipzig. Während die Fohlen nach einem holprigen Saisonstart gegen Schalke den guten Eindruck vom Sieg am letzten Wochenende gegen Mainz bestätigen möchten, setzen die Sachsen alles daran mit einem dritten Sieg den Saisonstart perfekt zu machen.

Rose möchte die „Handbremse“ lösen

Marco Rose kennt die Leipziger aus den Duellen der Vorsaion mit seinem alten Team RB Salzburg. „Auf uns kommt sehr viel Wucht zu, dazu große individuelle Qualität und hohes Tempo mit und ohne Ball“, bewertet der Gladbacher Cheftrainer den Gegner. Sein Team, so wünscht er es sich, soll die „Handbremse lösen“. Eine durchaus passende Analogie mit Blick auf Gladbachs erste Spiele. Ein torloses Remis gegen Schalke mit wenig Inspiration und ein später Sieg gegen Mainz 05 am letzten Spieltag. Gegen die Rheinhessen wirkte es tatsächlich so, als hätten die Fohlen bis zur 75. Minute die Handbremse angelegt. Man tat sich schwer, kam kaum in gefährliche Situationen. Den Aufwärtstrend der letzten 20 Minuten muss die Rose-Elf gegen offensiv agierende Leipziger dringend bestätigen.

Personell eröffnete die Pressekonferenz keine großen Überraschungen. Christoph Kramer steht wieder zur Verfügung, ein Startelfeinsatz könnte jedoch zu früh kommen. Jonas Hofmann (Innenbandriss im Knie), Tobias Strobl (Knieprobleme), Torben Müsel (arthroskopischer Eingriff am Knie) und Lars Stindl (im Aufbautraining) stehen nach wie vor nicht zur Verfügung.

Rotation für die maximale Balance

„Solange wir gewinnen, können wir uns die Entwicklungszeit nehmen“, beurteilte Julian Nagelsmann die Arbeit mit seinem Team nach zwei Siegen. Er hatte gegen Eintracht Frankfurt trotz des souveränen 4:0-Erfolgs gegen Union Berlin auf einigen Positionen umgestellt. Nagelsmann sprach schon vor dem letzten Spiel gegen die Adler davon, den hochbesetzten Kader so sinnvoll wie möglich durch Rotation zu nutzen. Diese Entwicklung scheinen die Sachsen sich erlauben zu können. Geriet man gegen Frankfurt zeitweise zwar in Schieflage, überzeugte RB bisher mit einem fulminanten Offensiv-Fussball und defensiver Stabilität.

Auch gegen Gladbach könnte es erneut zur Umstellung kommen. Auch mit Blick auf die nahenden Champions-League Spiele möchte Nagelsmann die optimale Startelfkonstellation finden. Er sprach von der Überlegung einen weiteren defensiven Mittelfeldspieler in das bisherige System zu integrieren. Nagelsmann kann fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Hannes Wolf und Tyler Adams fallen zwar weiterhin aus, Dayot Upamecano ist jedoch zurück. Aufgrund seines Trainingsrückstands ist der junge Franzoser aber wohl noch keine Option für die Startelf.

Gladbach muss Offensive in Szene setzen, Leipzig will dominieren

Gladbach fand schwerfälliger in die Saison als Leipzig. Die letzten 20 Minuten gegen Mainz könnten jedoch einem Brustlöser gleichkommen. Mit Ramy Bensebaini für die Linksverteidigung und dem zuletzt als Joker eingesetzten Breel Embolo in der Offensive bieten sich gute personelle Optionen. Der Gastgeber steht gegen die Sachsen vor dem Problem, dass gnadenloser Offensivfussball im Falle der Leipziger nicht gleich defensive Lücken hervorruft. Nordi Mukiele als Ersatz für Dayot Upamecano zeigte einen tollen Saisonstart in der defensiven Dreierkette und ist Beweis für die Leipziger Kaderstärke und die individuelle Klasse im Team.

Für Gladbach wird es wichtig, die Stürmer Alessane Plea und Marcus Thuram bzw. Breel Embolo so schnell und oft wie möglich in Szene zu setzen. Defensive Stabilität ist gegen den Mitfavoriten im Spitzenrennen der Bundesliga ebenso wichtig wie offensive Durchschlagskraft. „Wir wollen versuchen, das Spiel Stück für Stück auf unsere Seite zu ziehen“, sagt Marco Rose. Genau das wollen die Leipziger verhindern. Die Eröffnung des dritten Spieltags lockt am Freitag ab 20:30 Uhr mit einem potentiell großartigen Spiel.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt – Zakaria – Bénes, Johnson – Neuhaus – Thuram, Pléa

RB Leipzig: Gulacsi – Mukiele, Konaté, Orban – Klostermann, Demme, Halstenberg – Sabitzer, Kampl – Poulsen, Werner

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