Foto: Thomas Eisenhuth/Getty Images for DFB
Seit dem 9. April ist Manuel Baum nicht mehr Trainer beim FC Augsburg. Doch seitdem hat der 40-Jährige nicht weniger zu tun. Baum betreut die deutsche U20-Auswahl und bildet neue Fußball-Lehrer aus. Im Interview mit „SportBild“ erklärt er sein neues Aufgabengebiet und prognostiziert für den FCA den Klassenerhalt.
Bevor Manuel Baum seinen Platz beim Bundesligisten FC Augsburg räumen musste, hatte er bereits mit Gegenwind zu kämpfen. Innenverteidiger Martin Hinteregger hatte mit seiner Kritik („Ich kann nichts Positives über den Trainer sagen“) für Furore gesorgt. Dass die beiden sicherlich nicht mehr die besten Freunde werden dürfte klar sein, jedoch sieht der ehemalige Coach des FCA die Sache mittlerweile mit kühlerem Kopf. „Ich würde Hinti nicht aus dem Weg gehen“, beschwichtigt er.
Die Situation zum Ende hin bei den Fuggerstädtern war auch für ihn neu. Sein Abschied fiel ihm schwer. Zu seinem Chef Stefan Reuter pflegt er ein gutes Verhältnis. „Der Anruf war sehr emotional“, bestätigt Baum. Im April war nach fünf Jahren Augsburg Schluss. Dabei hatte man ihm von Vereinsseite angeboten, noch weiterhin beschäftigt zu erden. Allerdings in andere Funktion. Das hatte er allerdings abgelehnt.
Jetzt beschäftigt sich Baum mit der deutschen Jugendarbeit. Als U20-Trainer hat er direkten Einfluss auf die Talente der deutschen Akademien. Doch sein Fokus liegt nicht nur auf der U20. Im gesamten Jugendbereich möchte Baum agieren. „Da kann ich mitgestalten“, gibt sich der 40-Jährige voller Tatendrang. Seine Erfahrung als Bundesliga-Trainer soll dabei auch helfen. Genauso wie der bestehende Kontakt zu Trainer und Sportdirektoren, die noch weiterhin deutschen Oberhaus aktiv sind.
Für seinen Ex-Klub hofft Manuel Baum nur das Beste. Den Augsburgern traut er in dieser Spielzeit erneut den Klassenerhalt zu, auch wenn es schwierig werden dürfte. Doch die Qualität reiche „mindestens für Platz 15“. Er selbst, könne sich eine Rückkehr in die Bundesliga absolut vorstellen. Zeitnah wird dies jedoch nicht erfolgen. Der U20-Coach ist zunächst vollkommen ausgelastet mit seinen Aufgaben als Ausbilder für Trainer und Spieler.
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