FC Bayern München

FC Bayern Campus: Rassismus-Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Nachwuchsabteilung

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„Rot gegen Rassismus“. So lautete die Aktion des FC Bayern München, mit der der Verein Anfang März ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Beleidigungen und Intoleranz setzen wollte. Nun stehen allerdings Vorwürfe im Raum, laut denen ein Mitarbeiter des FC Bayern Campus sich selbst mehrfach rassistisch geäußert und verhalten haben soll. Entsprechende Dokumente liegen dem WDR-Hintergrundmagazin „Sport inside“ vor.

FC Bayern leitet interne Untersuchungen ein

Einem Bericht der „Sportschau“ zufolge handelt es sich um Chatverläufe und Briefe, die den langjährigen Mitarbeiter der FC Bayern-Nachwuchsabteilung schwer belasten. Mehrfach habe sich der namentlich nicht Genannte rassistisch in einem Gruppenchat geäußert. Dabei soll unter anderem das Wort „Neger“ im Zusammenhang mit einem von ihm eingestellten Bild eines Transporters mit der Aufschrift „Bimbo“ gefallen sein. Der Mitarbeiter, der auch langjähriger Trainer einer Nachwuchsmannschaft gewesen sein soll, habe seine Spieler zudem wiederholt als „Drecks-Türke“ oder „Kanake“ beschimpft. Auch bei Diskussionen über mögliche Transfers habe er Spieler unter anderem als „Fette Sau. Ein Neger, oder.“ bezeichnet.

Dem „WDR“ gegenüber bestätigte der FC Bayern nun, dass „interne Untersuchungen“ laufen würden. Bei den geleakten Dokumenten, die in der vergangenen Woche auch bei einem Twitter-Fake-Account mit dem Namen des Beschuldigten aufgetaucht waren,  soll es sich um zwei Jahre altes Material handeln. Ans Tageslicht kamen die Chatverläufe und alles weitere, nachdem zuletzt mehrere Trainer den FC Bayern-Campus verlassen hatten.

Briefe von Spieler-Eltern belasten Mitarbeiter

Intern ist die Debatte um den entsprechenden Mitarbeiter nämlich offenbar schon länger entfacht. Mehrere Male hätten sich Eltern von Münchener Nachwuchsspielern bei den Verantwortlichen über den langjährigen Trainer beschwert. Auch Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamdzic sollen Briefe erhalten haben. Allerdings genießt der Mitarbeiter im Verein eine große Lobby und werde von der Campus-Leitung geschützt. Das letzte „Sport inside“ vorliegende Schreiben soll auf den 28. Oktober 2019 zurückgehen und endet mit den Worten „die immer besorgter werdende, aber ängstliche Elternschaft“.

In der Antwort auf eine Anfrage vom „WDR“ bestätigte der FC Bayern die Existenz von dreier dieser Briefe. Jedoch wies der Verein auch darauf hin, dass alle vom selben Absender stammen. Dem Verdacht sei nachgegangen worden, allerdings habe er sich in Einzel-Gesprächen mit den Eltern nicht bestätigt. Bei einer anonymen Abstimmung unter Spielern habe der Trainer überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Der FC Bayern gehe von „einer Art Privat-Fehde“ aus. „Sport inside“ hingegen geht nach eigenen Recherchen davon aus, dass es sich um deutlich mehr Kritiker des Mitarbeiters handelt.

Dennoch laufen die Untersuchungen im Klub weiterhin, wie die Münchener in der Antwort auf die „WDR“-Anfrage bestätigten. „Die Inhalte, die sie uns zur Kenntnis gebracht haben, sind Gegenstand einer internen Untersuchung. Wir werden mit unseren zuständigen Stellen Echtheit und Sachverhalt aufklären und anschließend bewerten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt dazu keine Aussage in der Öffentlichkeit abgeben können.“, so der Verein. Auf jeden Fall hinterlässt die Thematik einen faden Beigeschmack. Auch bei der Affäre rund um Manuel Neuer, der im Kroatien-Urlaub ein Lied der rechten Skandal-Band „Thompson“ mitsang, kann die öffentliche Aufarbeitung der Münchener zumindest als fragwürdig bezeichnet werden.

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