RB Leipzig

Joachim Streich: „Leipzig wird bis zum Ende um den Titel mitspielen“

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Mit RB Leipzig und Union Berlin spielen derzeit zwei Ostvereine in der Bundesliga. Und sowohl die Sachsen als auch die Köpenicker wissen in der laufenden Spielzeit zu überzeugen. Sehr zur Freude von Joachim Streich, der sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zur aktuellen Situation beider Klubs geäußert hat.

Streich: „Poulsen wird nie der große Torjäger werden“

Nachdem Leipzig in der Vorsaison die Liga zum zweiten Mal in Folge auf dem dritten Rang abschloss und das Champions-League-Halbfinale erreichte, traut Streich der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann einiges zu. „Ich habe zu meiner Frau vor Saisonbeginn gesagt, dass RB in dieser Saison Meister wird. Und ich bin weiterhin überzeugt davon, dass sie bis zum Ende um die Meisterschaft mitspielen werden“, sagte der 69-Jährige. Nach 13 Spieltagen belegt man erneut Platz drei, von Tabellenführer Bayern München trennen die Roten Bulle lediglich zwei Zähler.

Mit neun Gegentreffern stelle Leipzig schließlich die beste Abwehr der Bundesliga, doch um ganz oben anzugreifen müsse man in der sächsischen Metropole von schweren Verletzungen verschont bleiben. Ein Schlüsselspieler sieht der WM-Teilnehmer von 1974 in Yussuf Poulsen, der in dieser Saison nach 19 Pflichtspielen auf sieben Tore und fünf Vorlagen kommt. „Poulsen ist für RB ähnlich wichtig wie ein Thomas Müller für den FC Bayern“, sagte Streich, der sich zur aktiven Spielerzeit viermal zum DDR-Oberliga-Torschützenkönig krönen konnte. „Er wird nie der große Torjäger werden, aber er gibt immer das letzte Hemd für das Team, schafft Räume und ist 90 Minuten auf Achse.“

Unions Plus? – „Es ordnet sich jeder unter“

Neben den Leipzigern trumpft allerdings auch Union auf. Der Vorjahresaufsteiger konnte zuletzt sogar dem BVB (2:1) und Bayern (1:1) Paroli bieten und ist zum Jahreswechsel mit 21 Punkten Tabellensechster. „Die Mannschaft wurde in den vergangenen Jahren dank eines sehr guten Konzeptes klug zusammengestellt und ist zusammengewachsen. Trainer Urs Fischer gefällt mir dank seiner unaufgeregten Art. Er schafft es, dass die Berliner für jeden Gegner dank der hohen taktischen Disziplin schwierig zu bespielen sind“, lobte Streich die Arbeit der Eisernen.

Union hat bislang erst zwei Ligaspiele verloren und lebt laut Streich, der seine gesamten Spielerkarriere bei Hansa Rostock und dem 1. FC Magdeburg verbracht hat, vor allem von der Geschlossenheit.“Jeder Profi weiß, was er zu machen hat und jeder ordnet sich für den Erfolg des Teams unter. Dazu gehen die Berliner kämpferisch immer an ihre Grenzen. Union wird weiterhin Freude machen und am Saisonende im gesicherten Tabellenmittelfeld landen.“

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