Kobbie Mainoo vor dem EM-Start gegen Serbien (1:0) in Gelsenkirchen: Er ist bei England 2024 der einzige Nationalspieler von Manchester United. Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images.
Erstmals seit dem EM-Halbfinale gegen Deutschland (1:1 n. V., 5:6 n. E.) am 26. Juni 1996 in Wembley stand in Frankfurt gegen „Danish Dynamite“ bei einem WM- oder EM-Turnier kein Spieler von Manchester United auf dem Feld.
Gleichzeitig endete eine Serie von 56 Länderspielen, in denen der englische Rekordmeister Manchester United immer mindestens einen England-Spieler im Team hatte.
Der letzte Spieler, der die „Red Devils“ vertrat, war der 19-jährige Kobbie Mainoo, der beim mühsamen 1:0-Startsieg gegen Serbien in Gelsenkirchen für Matchwinner Jude Bellingham von Real Madrid eingewechselt wurde.
Englands Nationaltrainer Gareth Southgate hatte vor der EM eine Reihe von Spielern im Wert von mehr als 300 Millionen Euro Marktwert zu Hause gelassen.
Darunter waren auch United-Abwehrchef Harry Maguire und der 101 Millionen Euro teure Stürmer Marcus Rashford, der schon in der vorläufigen Kader-Nominierung nicht dabei war.
Keinen Platz im Team fand auch der von Manchester United an den BVB ausgeliehene Jadon Sancho.
„Andere Spieler haben bessere Gründe“, lieferte Southgate am 21. Mai 2024 bei der vorläufigen Kader-Bekanntgabe eine schmallippige Begründung für Rashfords Nicht-Nominierung. „Diese Entscheidung hat mich sehr überrascht“, sagte England-Idol Michael Owen, „wir haben viele talentierte Angriffsspieler, aber nur wenige mit dem Tempo eines Marcus Rashfords. In so einem großen Kader wäre seine Nominierung trotz schwacher Saison das Risiko wert gewesen.“
Die bittere United-Bilanz: Neben Mainoo steht bei den Engländern nur Luke Shaw im Kader, der sein letztes Länderspiel im Juni 2023 gegen Nord-Mazedonien (7:0) absolviert und sich gegen Dänemark nun eine Muskelverletzung zugezogen hatte.
Für Manchester United glänzen bei der EURO nun nur die Nationalspieler anderer Länder: Christian Eriksen erzielte für Dänemark gegen Slowenien (1:1) sein erstes EM-Tor, Bruno Fernandes steht mit Portugal vorzeitig im Achtelfinale.
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