Nationalmannschaft

Henrichs träumt von der EM: Letzter Kontakt mit Löw vor sechs Monaten

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Vor knapp zweieinhalb Jahren absolvierte Benjamin Henrichs sein letztes A-Länderspiel im Confed-Cup Halbfinale beim 4:1-Erfolg über Mexiko. Seither wartet der ehemaliger Leverkusener vergeblich auf einen weiteren Einsatz. Trotz alledem will der 22-Jährige den Traum der Berufung in den Kader zur Europameisterschaft im Sommer nicht aufgeben. Das gab er gegenüber dem „Sport-Informations-Dienst“ preis. Zudem äußerte er sich zu seinem geplatzten Winterwechsel nach Leipzig.

Henrichs glaubt an EM-Chance: „Weiß, dass es nicht einfach ist“

Seit dem Rücktritt von Philipp Lahm nach der Weltmeisterschaft 2014 gilt die Position des rechten Verteidigers als Problemzone im Nationalteam. Langfristig konnte dort bisher niemand überzeugen. Mit Benjamin Henrichs ist einer der besten deutschen Außenverteidiger dennoch seit September 2017 völlig außen vor. Der 22-Jährige spielt in den Planungen von Joachim Löw offenbar keine allzu große Rolle. Trotz der langen Pause glaubt Henrichs selbst an die Chance bei der Europameisterschaft im Sommer dabei zu sein.

„Ich rechne mir Chancen aus. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, aber über Spiele kann man sich präsentieren und versuche einfach mein Bestes zu geben“, erklärt der ehemalige Leverkusener. Sein großes Ziel sei zwar die Berufung in den EM-Kader, sollte diese jedoch nicht zustande kommen, sei auch Olympia eine Möglichkeit für ihn. Allerdings, macht Henrichs klar, stehe die EM an erster Stelle für ihn.

Hierfür müsste der Frankreich-Legionär allerdings mit dem Bundestrainer in Kontakt stehen. Dies war zuletzt vor mehr als einem halben Jahr der Fall. Nach dem Finale der U21-EM habe das letzte Gespräch der beiden stattgefunden. Dort hat Löw ihm gesagt, dass er sich gut präsentiert habe und im Verein so weiterspielen solle, erläutert Benjamin Henrichs.

Nagelsmann war wichtiger Faktor für Fast-Wechsel nach Leipzig

Viele Wochen lang war der 22 Jahre alte Außenverteidiger ein Kandidat für eine Rückkehr in die Bundesliga. Mit dem FC Bayern und RB Leipzig sollen gleich zwei große Klubs angeklopft haben, um wegen eines Winterwechsels anzufragen. Besonders konkret wurde es mit den Sachsen, bevor der AS Monaco letztlich doch sein Veto einlegte. Ein entscheidender Faktor für den fast fixen Wechsel nach Leipzig im Winter war der dortige Trainer Julian Nagelsmann. Durch seine Spielphilosophie und seine Art mit Spielern zu sprechen habe der junge Coach ihn relativ schnell von einem Transfer überzeugt, offenbart Henrichs. „Der Wechsel ist dann nicht zustande gekommen. Das muss ich dann so hinnehmen, weiter Gas geben und mich auf den Verein hier konzentrieren“, sagt der Außenverteidiger dem „SID“ abschließend.

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