Am Boden: Carney Chukwuemeka konnte dem BVB, im Bild beim 0:2 in Leipzig am 15. März 2025 in der Bundesliga, bislang noch überhaupt nicht helfen. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Borussia Dortmund hatte sich im Winter in den letzten beiden Jahren immer wieder Spieler aus der englischen Premier League auf Leihbasis geholt – über das Saisonende hinaus blieb allerdings keiner dieser Profis.
Wie der Niederländer Ian Maatsen.
Eine Weiterverpflichtung mittels Kaufoption kam aber nicht zustande, weil CL-Neuling Aston Villa den BVB ausbootete.
Prominentester Winter-Leihspieler seit 2020 in Dortmund war aber er: Jadon Sancho.
2021 für 85 Millionen Euro von der Strobelallee in die Premier League zu Manchester United gewechselt, holte der BVB den Engländer auf Leihbasis aus Old Trafford zurück.
Ein von der britischen Zeitung The Times genanntes Preisschild von 41 Millionen Euro für Sancho, der mit 4 Tor-Beteiligungen in 14 Bundesliga-Einsätzen längst nicht an seine Leistungsdaten vor seinem Abgang beim Revierklub – 20 Tore und Vorlagen waren es in 26 Spielen 2020/2021 – herankam, und ein kolportiertes Jahres-Gehalt von 15 Millionen Euro schreckten die BVB-Macher ab.
Sancho, dessen Marktwert gemäß den KI-basierenden Zahlen von GOOL.ai / Fussballdaten.de 2024 bei 40,7 Millionen Euro lag, wechselte im August 2024 erneut auf Leihbasis zum FC Chelsea und ist nun Teil des Ein-Milliarden-Euro-Starensembles, das im Mai in Wroclaw die Conference League gewinnen soll. Glückwunsch.
Carney Chukwuemeka hat von den jüngst aus der Premier League geholten Leihspielern beim BVB die Erwartungen am wenigsten erfüllen können.
„In England galt er im U-Bereich als Top-Talent“, schrieb das Kicker-Sportmagazin am 6. Februar 2025 nach seiner Verpflichtung und vor dem Debüt von Niko Kovac (53) als neuem BVB-Trainer, „eher im Dutzende Spieler umfassenden Chelsea-Fundus unterging.“
Die Hoffnungen von Niko Kovac („Der Junge wird uns viel Freude bereiten, wenn er gesund bleibt.“) konnte Carney Chukwuemeka in Dortmund bislang nicht erfüllen.
Der in Eisenstadt (Burgenland) in Österreich geborene Chukwuemeka, der neben der englischen auch die nigerianische Staatsbürgerschaft hat, würde bei einer Weiterverpflichtung über das Saisonende hinaus 35 Millionen Euro kosten.
Der Winter-Transfer von Carney Chukwuemeka wird bei Borussia Dortmund in einer Bundesliga-Saison zum Vergessen eine Randnotiz bleiben.
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