Borussia Mönchengladbach steht vor wegweisenden Wochen. (Photo by Maja Hitij/Getty Images)
Borussia Mönchengladbach steckt weiterhin tief im Abstiegskampf. Vor Kurzem wurde von Sportchef Rouven Schröder bekanntgegeben, dass es im Sommer auch finanziell knapp werden könnte. Ein Abstieg würde dieses Problem nochmal verschärfen.
Momentan bekleidet man mit 30 Punkten und einer Tordifferenz von -14 Platz 14 der Bundesliga. Auf dem Relegationsplatz befindet sich derzeit St. Pauli mit 25 Zählern und einer Differenz von -25. Die Ausgangslage könnte also schlechter sein. Dennoch schweben die Borussen in Abstiegsgefahr.
Vorletzte Woche ließ man gegen den FC Heidenheim mit einem 2:2 zwei extrem wichtige Punkte liegen. Die Niederlage gegen RB Leipzig am vergangenen Spieltag war vermutlich kein Schock. Einer aus sechs möglichen Punkten ist in der heißen Liga-Phase trotzdem zu wenig.
Nächste Woche gastiert der FSV Mainz 05 bei den Fohlen. In den letzten zehn wettbewerbsübergreifend Partien hat der FSV nur einmal verloren. Vor dem 0:1 gegen den SC Freiburg gewannen sie sogar fünf Mal in Folge. Danach fährt die Elf vom Niederrhein nach Wolfsburg zum Abstiegskracher und spielt an den letzten drei Spieltagen gegen Borussia Dortmund (H), den FC Augsburg (A) und die TSG Hoffenheim (H). Das Restprogramm ist also wahrlich kein Ponyhof.
Obwohl man ihm vor rund einem Monat noch den Rücken stärkte, hinterfragt man mittlerweile die Arbeit Eugen Polanskis am Niederrhein. Auch bei einem Klassenerhalt wird man sich im Sommer nach neuen Coaches zumindest umschauen. Der 20-Millionen-Abgang von Rocco Reitz zu Leipzig spült auch weniger Geld in die Kassen, als das viele gern hätten. Nach Kostendeckung bleiben nur rund sechs Millionen für Transfers.
Immerhin: Alle Spielerverträge sind auch für die zweite Liga gültig, berichtet die Bild. Sollte es zum Abstieg kommen, halbieren sich zudem die Gehälter. Aber auch halbiert würden die Bezüge der Spieler immer noch extrem kostspielig für einen Verein sein, dem viele Einnahmen durch die Lappen gehen. Im Zweifelsfall müsste man also ein paar weitere Abgänge verschmerzen. Nico Elvedi, Robin Hack, Tim Kleindienst und Florian Neuhaus gehören zu den Topverdienern in Gladbach.
Verkaufen müsste man auch, wenn man einkaufen möchte, so Sportchef Schröder. Der VfL ist theoretisch durchaus an einem Verbleib von Haris Tabakovic und Yannick Engelhardt interessiert. Dazu benötigt es aber noch mehr Einnahmen. Gute Nachrichten gab es heute trotzdem: Die Leistungsträger Kevin Diks und Jens Castrop, die am Samstag angeschlagen ausgewechselt wurden, sind für das wichtige Spiel gegen die Mainzer (Sonntag, 19:30) fit.
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