Justin Setterfield/Getty Images
Kalt muss es den Spielern von Mikel Arteta in der 34. Minute den Rücken hinuntergelaufen sein, als Ex-Frankfurter Randal Kolo Muani binnen kürzester Zeit den Ausgleich für Tottenham erzielte. Keine zwei Minuten zuvor hatte Eberechi Eze die „Gunners“ in Führung gebracht, doch Augenblicke später war sie wieder futsch. Die Halbzeitansprache von Mikel Arteta muss gesessen haben, denn Viktor Gyökeres brachte Arsenal in der 47. Minute erneut in Führung.
Im Anschluss wiederholte sich das bekannte Bild: Zuerst traf Eze, dann Gyökeres. Zwei Doppelpacker sichern dem FC Arsenal mit dem 4:1 drei überlebenswichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft – ein Kampf, in dem die „Gunners“ nach dem Remis gegen die Wolves einen unangenehmen Rückschlag hinnehmen mussten. Nun hielten sie dem Rückschlag den Spiegel vor und münzten den psychologischen Schock in einen Vorteil um.
Es ist nicht der erste Doppelpack des schwedischen Stürmers im Arsenal-Trikot, aber der wichtigste. Mikel Arteta spricht vom „besten Spiel, das [Viktor Gyökeres] für uns gemacht hat.“ Auch über die Leistung von Eberechi Eze, der nach seinem Hattrick im Hinspiel nun doppelt traf, freute sich Arteta. Der 27-Jährige lässt seine Kritiker vorerst verstummen.
Zwar darf man Tottenham Hotspur nie unterschätzen, doch die „Spurs“ befinden sich aktuell in einer historisch schlechten Phase und stecken mitten im Abstiegskampf. Der Derbysieg ist deshalb sportlich wertvoll – psychologisch jedoch womöglich noch bedeutender.
Arsenal zeigte gegen den Erzrivalen nicht nur Effizienz, sondern auch mentale Reife. Nach dem schnellen Ausgleich brachen die „Gunners“ nicht ein, sondern reagierten mit Dominanz. Ein Signal im Titelrennen.
„It’s gonna be a long marathon“, sagte Mikel Arteta über den Rest der Saison, der es noch in sich haben wird. Arsenal ist noch in allen Wettbewerben vertreten – Premier League, EFL Cup, FA Cup und Champions League – und tanzt damit auf vier Hochzeiten gleichzeitig. Oberstes Ziel bleibt die Liga, die nach 22 Jahren endlich zurückkehren soll.
Im Derby gegen den FC Chelsea am kommenden Sonntag gilt es nun, den Abstand zu Manchester City weiter zu vergrößern. Danach richtet sich der Blick auf das Finale des EFL Cup, wo Arteta auf seinen Lehrmeister Pep Guardiola und Manchester City trifft – ein Spiel, das den weiteren Saisonverlauf maßgeblich beeinflussen könnte.
Ein früher Titel könnte die „Gunners“ zusätzlich beflügeln, eine Niederlage dagegen der Anfang von etwas Bösem sein. Gegen die „Spurs“ hat Arsenal seine psychologischen Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ob diese mentale Wucht für den ganz großen Wurf reicht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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