Hannover 96

Der Tod eines fast vergessenen Bundesliga-Stars

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Am 26. Juli 2024 wäre Christian Rudzki 78 Jahre alt geworden. Wie das Kicker-Sportmagazin (Donnerstag-Ausgabe) erst jetzt herausfand, ist der erste Argentinier der Bundesliga bereits im Mai 2024 verstorben. Christian Rudzki ist tot, der erste „Gaucho“ der Liga war ein fast vergessener Star.

In der Tat dürften sich wohl nur ältere Fußballfreunde noch an Christian Rudzki erinnern und selbst in den Fan-Kreisen von Hannover 96 dürfte es schwierig werden.

  • Der erste Argentinier, 1946 in der Tschechoslowakei geboren, spielte laut Kicker nämlich nur 126 Minuten in der Bundesliga.
  • Transfermarkt.de weist ihm sogar nur 121 Einsatz-Minuten aus 4 Bundesliga-Spielen zu.

Erstes Spiel, erstes Tor

  • Am 30. September 1972 lief der von Estudiantes de la Plata verpflichtete Stürmer erstmals für Hannover 96 auf – und traf bei seinem Debüt gegen den VfB Stuttgart (3:1).
  • Es blieb sein einziges Bundesliga-Tor.

Danach kam Rudzki unter der Regie von Trainer Hans Hipp noch zu zwei Kurzeinsätzen. Immerhin 75 Minuten lang durfte er am Kaiserslauterer Betzenberg am 21. Oktober 1972 seine Fußballkunst zeigen. Doch 96 verlor mit 1:2 gegen die „Roten Teufel“ um Sepp Stabel, Ernst Diehl und Wolfgang Seel. Rudzki war für den verletzten Hans Siemensmeyer ins Spiel gekommen.

Darüber hinaus kam Rudzki, den die Fans im Niedersachsenstadion lautstark mit Sprechchören forderten, nicht mehr zum Zug. 96-Coach Hans Hipp: „Und wenn sich die Leute auf den Kopf stellen, Rudzki hat einfach noch nicht das Bundesligatempo drauf.“

Christian Rudzki tot: Der erste von 44 Argentiniern in der Bundesliga

In einer Meldung vom 11. Dezember 1972 im Kicker-Sportmagazin hieß es, dass Hannover 96 beabsichtige, den sich bis 30. Januar 1973 im Heimaturlaub befindlichen Spieler zu verkaufen.

Am 16. April 1973 legt der Kicker mit der Meldung nach, dass der sich bis 31. Juli 1973 beurlaubte Spieler sich auf Vereinssuche in Mexiko befände.

So blieb das Debüt des ersten Argentiniers der Bundesliga letztlich eine Fußnote, auch wenn nach ihm noch 43 Spieler aus dem südamerikanischen Land in die deutsche Eliteliga wechselten.

  • Auf noch weniger Einsatzzeit kam nur Oscar Ahumada, der beim VfL Wolfsburg 2004 nur 69 Minuten spielte.
  • 8 argentinische Bundesligaprofis kamen auf jeweils nur einen Torerfolg, neben Rudzki waren dies unter anderem Matías Cenci vom FC St. Pauli, Santiago Ascacibár (Hertha BSC) und der Schalker Aníbal Matellán.
  • Erfolgreichster Torjäger aus Argentinien in der Bundesliga: Diego Klimowicz, der für Bochum, den BVB und den VfL Wolfsburg in 213 Spielen 70-mal traf.

Argentinischer Bundesliga-Rekordspieler ist der legendäre Rodolfo Esteban Cardoso (55 / 8 Länderspiele), der 1989/90 über den FC Homburg nach Deutschland kam und für den FCH, dann für den SC Freiburg, Werder Bremen und den Hamburger SV 220-mal auflief.

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