Foto: Stuart Franklin/Getty Images
RB Leipzig hat sich überraschend mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Sport Max Eberl getrennt. Das gab der Bundesligist einen Tag vor dem Top-Spiel gegen den FC Bayern München am Samstag bekannt. Rouven Schröder übernimmt die Nachfolge des 50-Jährigen. Der 47-Jährige ist seit April Sportdirektor in Leipzig.
„Das fehlende Commitment zum Klub veranlasst uns zu dieser Entscheidung. Dies geschieht völlig unabhängig vom Kaderumbruch und den sportlichen Ergebnissen“, begründete RB Leipzig in einem Statement die Freistellung von Eberl. „Wir danken Max für seine geleistete Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“
Eberl wurde in den letzten Monaten mehrfach mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht, verwies aber auf seinen bis 2026 datierten Vertrag in Leipzig. Ein klares Dementi oder Bekenntnis zu den Sachsen vermied er jedoch. Die Verantwortlichen von RB Leipzig zogen daraufhin Konsequenzen. Laut „Sport Bild“ sei es nur eine Frage der Zeit, bis der 50-Jährige einen wichtigen Posten beim FC Bayern München übernimmt.
Ein Wechsel zur Transferperiode Anfang des kommenden Jahres sei „gut möglich“, hieß es. Insbesondere bei Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist Eberl seit Jahren sehr beliebt. Aufgrund seiner Münchner Vergangenheit könnte er das bei den Bayern stückweise verloren gegangene „Mia-san-Mia“-Gefühl wieder aufleben lassen. Der 50-Jährige hatte seine aktive Fußballkarriere beim Rekordmeister begonnen. Zuletzt galt er 2017 als heißer Kandidat für das Amt als Bayern-Sportvorstand.
Eberl trat seinen Posten in Leipzig erst im vergangenen Dezember an, nachdem er im Januar 2022 bei Borussia Mönchengladbach wegen Erschöpfung zurückgetreten war.
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